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Von Samen und Pseudogetreide – seltene und versteckte Allergene in Nahrungsmitteln!

Ein Trend zur gesünderen Ernährung ist unübersehbar. Bockshornklee, Quinoa, Chia-Samen etc. versprechen eine interessante Erweiterung unseres Speisenangebotes. Allergiker müssen hier aber aufpassen. Auch auf diese Nahrungsmittel kann man eine Allergie entwickeln. 

Bockshornklee-Samen finden in der indischen Küche ihre Anwendung. Man findet sie in Tees, Chutneys und Curry-Mischungen. Allerdings zeigt Bockshornklee häufig Kreuzreaktionen mit  Hülsenfrüchten wie Erdnüssen und Soja, sodass Menschen, die auf diese Allergene reagieren, besonders vorsichtig sein müssen. Lupinenmehl findet man häufig bei Backerzeugnissen als Zusatz zum Weizenmehl oder in der mediterranen Küche. Auch diese gehören zu den Hülsenfrüchten, sodass hier Kreuzreaktionen möglich sind. Aber auch primäre Lupinen-Allergien mit schweren allergischen Reaktionen wurden beobachtet (Deklaration in Allergen-Liste daher vorgeschrieben). Bei den verschiedenen Samen ist v.a. Sesam schon lange als starkes Allergen bekannt. Schon Spuren können ausreichen, um bei empfindlichen Menschen zu schweren allergischen Reaktionen bis zur Anaphylaxie zu führen. Neben Speicherproteinen dürften hier Oleosine ein große Rolle spielen. Seltener als gegen Sesam kommt es bei Chia-Samen zu Allergien. 

Aber nicht nur Samen sondern auch sogenanntes „Pseudo-Getreide“ kann zu allergischen Reaktionen führen. Buchweizen (v.a. in der asiatischen Küche verwendet) und Quinoa (auch als Getreide-Ersatz bei Zöliakie genützt) sind hier 2 Vertreter. Während bei Quinoa noch wenige allergische Reaktionen berichtet wurden, gehört Buchweizen zu den sogenannten versteckten Allergenen, da er als Nahrungsmittelzusatz (z.B. in der italienischen Küche) nicht deklarationspflichtig ist. Auch hier sind Kreuzallergie mit Soja und Erdnuss bekannt.

(Quelle: Aurich et al. Allergologie 2019; 42(2): 83-90)