Histamin ist eine körpereigene Substanz, die in sehr vielen Nahrungsmitteln (z.B. Weine, Käsesorten, Salami, Konservennahrung) vorhanden ist. Von einer Histamin-Intoleranz spricht man, wenn man schon auf geringe Mengen mit der Nahrung aufgenommenen Histamins mit einer Unverträglichkeitsreaktion reagiert.
Besonders histaminreich sind Nahrungsmittel, an deren Erzeugung Mikroorganismen beteiligt sind. Im Organismus wird Histamin unter anderem durch das Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut. Liegt ein Enzymmangel oder ein Missverhältnis Histamin/DAO vor, spricht man von einer Histaminintoleranz.
Eine Histaminintoleranz kann zahlreiche verschiedene Symptome wie Kopfschmerzen, Rötung und Juckreiz der Haut, Hitzegefühl, Müdigkeit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Herzrasen, Atembeschwerden, verstopfte oder rinnende Nase, oder auch Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen), Kopfschmerzen und Hautausschläge verursachen.
Sollten Sie an einem oder mehreren der für die Histaminintoleranz typischen Symptome leiden, ist es ratsam, zunächst ein Diättagebuch über etwa 2 Wochen zu führen und dies mit unserem Ernährungsteam zu besprechen. Ergänzend dazu kann ein Bluttests hilfreich sein, mit welchem man die Histaminkonzentration und DAO-Aktivität im Serum bestimmen kann.
Um herauszufinden, ob eine Allergie oder Intoleranz gegenüber bestimmten Stoffen besteht, lassen Sie sich von Ihrem/Ihrer Arzt:in zunächst zu einem Arztgespräch im Allergiezentrum überweisen. Der/die Arzt:in wird dann die notwendigen und für Sie sinnvollen Untersuchungen mit Ihnen gemeinsam planen.